WAZ vom 02.10.2002
Deutsche reichen Türken die Hand
Partnerschaft eingestielt - Grünes Licht für
Bauprojekte und Bebauungsplan
Von Martin Tochtrop
Mit großer Mehrheit stimmte der Rat gestern für eine Städtepartnerschaft mit Kocevje in Slowenien und Oba in der Türkei.
Rainer Lewe von der UWG-Fraktion hatte zuvor zwar als einziges Ratsmitglied in türkischer Landessprache zu den angereisten Gästen aus der zukünftigen Partnerstadt gesprochen – aber wegen knapper Kassen gegen eine offizielle Städtefreundschaft appelliert. Klaus Schild (SPD), Joachim Menge (CDU) und Klaus Merkel (Grüne Liste) setzten sich in ihren Ansprachen aber vehement für die Intensivierung der Kontakte zu beiden Städten ein, wobei Merkel betonte: "Wir machen Geld nicht zum Abhängigkeitskriterium für eine Städtefreundschaft."
Zuvor hatte sich eine Delegaton aus Oba, einem inzwischen selbstständigen Stadtteil der Tourismushochburg Antalya, in das Gästebuch eingetragen. Bürgermeister Clemens Peick und sein Amtskollege Sefik Türktas tauschten Geschenke aus und appellierten an die Bevölkerung, Bürger und Vereine, das sonnenverwöhnte Urlaubsziel zu besuchen. Die türkische Abordnung bleibt noch bis Donnerstag in der Stimbergstadt, wo sie sich mit Vertretern der Stadt die örtliche Infrastruktur anschaut, aber auch ein Spiel der Spielvereinigung (gestern) und am Oktoberfest von Grün-Weiß am heutigen Abend teilnimmt.
In der Ratssitzung wurde das Schillerpark-Projekt auf den Weg gebracht, grünes Licht für Bauprojekte gegeben (sieheBericht unten) und der Bebauungsplan für die Sportanlage Titania beschlosssen, und nicht - wie unsere Zeitung in der gestrigen Ausgabe irrtümlicher Weise berichtete – die Baugenehmigung erteilt.

