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WAZ vom 26.04.2002

Gespräche in Oba verliefen sehr gut

Der Ort an der türkischen Riviera könnte die
neue Partnerstadt werden

Wie klein die Welt doch ist. Da reiste eine Oer-Erkenschwicker Delegation nach Oba in die Türkei und traf dort zufällig einen ehemaligen Betriebsrat der Zeche. Einen von 2 000 Deutschen, die dauerhaft in der Stadt leben.

Vom 20. bis zum 24. April weilten Bürgermeister Clemens Peick, drei Fraktionsangehörige, Stadt-Pressesprecher Peter Raudszus und ein Dolmetscher in der Türkei. Oba strebt eine Patenschaft mit der Stimbergstadt an.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte Gladbecks Bürgermeister Wolfgang Röken. Gladbeck pflegt seit Jahren eine Partnerschaft mit Alanya. Oba gehörte früher einmal zu Alanya, ist jetzt aber selbständig. Irgendwann erklärte Sevic Türktas, der Bürgermeister von Oba, Wolfgang Röken, dass sie auch an einer Partnerschaft br>mit einer deutschen Stadt interessiert seien. Und da fiel Bürgermeister Röken Oer-Erkenschwick ein, weil das von der Größe in etwa passte.

So kam es zu diesem ersten Besuch, der auch gleich sehr erfolgreich verlief. Intensive Gespräche wurden geführt und ein Gegenbesuch für Oktober, November vereinbart. Außerdem sind die Türken eingeladen, mit einer Mannschaft an den Spielen der Freundschaft teilzunehmen.

Während ihres Besuches in der Türkei erfuhren die Deutschen sehr viel über die kleine, 12 000 Einwohner zählende, potentielle Partnerstadt. So ist man in Oba gerade damit beschäftigt, eine Infra-Struktur für die Touristen zu schaffen. "Es wird extra für die Gäste eine Einkaufsmeile gebaut", erklärte Peter Raudszus.

Natürlich waren die Oer-Erkenschwicker zu Besuch bei Obas Bürgermeister, aber auch bei dem Stadtoberhaupt von Alanya. Bei den Gesprächen mit Bürgermeister Türktas war auch der Landrat der Region als Vertreter der Regierung anwesend. "In der Türkei müssen die Patenschaften durch die Regierung genehmigt werden", erklärte Raudszus.

Neben den offiziellen Einladungen gab es auch eine private zu einer Deutsch-Türkischen-Hochzeit. "Der Mann war Türke, die Fraue Deutsche", so Raudszus. Wird es nun eine Partnerschaft geben? Raudszus: "Die Türken haben sich sehr positiv geäußert." Die Oer-Erkenschwicker Politiker werden jetzt in ihren Fraktionen über eine Partnerschaft beraten. Letztlich ist ein Ratsbeschluss notwendig.

Eine endgültige Entscheidung wird es aber nicht vor dem Gegenbesuch geben. Und der findet erst im Oktober oder November statt, weil dann die Ferien-Saison in Oba gelaufen ist. Im Moment bereiten sich dort alle auf die Feriengäste vor. rea

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Strandbild Oba

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